Beaune… ein Gourmet-Tag in der romantischen Kleinstadt zwischen Dijon und Lyon!

Ebenso sehenswert wie die größere & bekanntere Stadt Dijon, ist das kleine Städtchen Beaune südlich davon. Etwas träumerisch von kleiner Stadtmauer umgeben, befindet man sich hier im früheren Zentrum der Senfherstellung. Zuerst  bietet bereits die Anfahrt hierher viele schöne Ausblicke auf das wundervolle Weinanbaugebiet Côte-d’Or.

Dadurch bietet es sich auch besonders an, eine Fahrradtour entlang der Weinstraßen zu machen. Natürlich kann man auch einfach ein Glas Wein auf dem Marktplatz genießen, Besonderheiten in der Stadt einkaufen oder sich von der guten Küche verwöhnen lassen. Ehe man sich versieht, hat Beaune einem mit seinem Kopfsteinpflaster-Charme bereits das Herz gestohlen…

Besuch der klassischen Senfherstellung Moutarderie Fallot

Einmal querbeet Senf probieren und fühlen wie sehr die Senfkörner in den Augen brennen können…

In direkter Nähe zur Altstadt von Beaune lädt das gelbe Haus der Moutarderie zur Ausstellung ein. Bereits seit 1840 stellt Edmond Fallot seinen köstlichen Senf her. Die Führung dort kann man vorab oder -wie ich- spontan für 10 € buchen. Neben Französisch, wird sie auch in Englisch und Deutsch angeboten. Während die Senfherstellung ein altes Geschäft ist, überrascht der Rundgang der Ausstellung mit einer technisch modernen Führung sowie auch Liebe zum Detail. Das hatte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet! Ehe man sich versieht, befindet man sich hinter Glasscheiben und kann bei der Senfherstellung zuschauen. Überraschend ist hier dann auch der durchdringende Senfgeruch. Seine scharfe Kraft lässt einem bis zum Abschluss der Tour  -nahezu romantisch- die Augen schimmern…

Wem dieser Schärfeanteil jedoch noch nicht gereicht hat, der kann sich zum Abschluss der Tour mit einer ausufernden Senfprobe hingeben. Fast alle Senfsorten aus dem breiten Sortiment von Fallot können hier gratis probiert werden. Wie wäre es zum Beispiel mit Cassis, Estragon oder Honig-Feige?

Zur besseren Planung des Besuchs: Website der Moutarderie Edmond Fallot.

… ein nahezu himmlischer Abend im Restaurant Le p’tit Paradis

In diesem Sinne erwartet einen hier ein kleines & rustikal gemütliches Restaurant im Familienbetrieb. Ehe das Restaurant für die Gäste öffnet, testet die Familie zunächst selbst die Köstlichkeiten des Tages. Ebenso familiär fühlt man sich hinterher auch als Gast. Das bedeutet: warmes Ambiente und sehr nette Betreiber.

Die Karte ist überschaubar (was ich liebe!) und bietet dennoch für jeden etwas (außer einem vegetarischen Hauptgericht). Hier habe mich an 3 Gängen probiert und es nicht eine Sekunde lang bereut. Es war einfach fantastisch! Aber seht selbst:

Vorspeise:

Erbsensalat mit Bohnen, Mandeln und wunderschönen, essbaren Blüten

Hauptgang:

Charolais Rind mit unfassbarer Käse-Soße aus Epoisses de Bourgogne!

Käse:

Vier fabelhafte Sorten regionalen Ziegenkäses mit Confit-Variation.

Hier der Weg zum Paradies: http://restaurantleptitparadis.fr.

Als exklusiver Tipp zum Übernachten in Gevrey-Chambertin: Les Deux Chèvres.

Dieses schmucke Anwesen liegt direkt an der Weinstraße der Grandes Crues zwischen Dijon und Beaune. Dabei besticht das Les Deux Chèvres durch seinen ruhigen Charakter und der Tatsache, dass man sich hier weder am Anwesen noch an der Umgebung satt sehen kann. Ein wunderbarer Ort um zu sein. Zur Entdeckung der Weinstraße kann man sich im Hotel ein Fahrrad schnappen und auf der im Foyer hängenden Karte eine Routenberatung geben lassen.

Hier betreibt Paul, gebürtiger Engländer, das Hotel gemeinsam mit seiner Frau Jolanta. Zuvor haben sie das Anwesen mit viel Geschick im Detail restauriert und führen dies nun herzlich aber unaufdringlich. Die Tatsache, dass man hier nicht „original“ Französisch schläft, ist bei dem Charme zu vernachlässigen. Überdies scheint Paul alles zu lieben und zu kennen (!), dass mit französischem Wein zu tun hat. Insofern naheliegend, da auf dem früheren Grundstück des Hotels auch Wein hergestellt wurde. Überkommt einem hier die Lust auf einen der guten Tropfen, so ist im Les Deux Chèvres auch eine spontane Weinprobe möglich. Natürlich erhalten die Hotelgäste auch viele Tipps oder ein Fahrrad um die Gegend erkunden zu können.

Die Zimmer sind in stilvollem alten Flair gehalten und verstärken umso mehr die Romantik beim Blick aus dem Fenster. Besonders schön fallen hier die baulichen Kombinationen aus Stein und Holz auf, so erhält man direkt einen Eindruck des ehemaligen Anwesens.

Folglich fällt einem hier die Erholung nicht schwer, auch das Bett war äußerst bequem. Dies unterstreicht auch das Frühstück am Morgen, welches aus einem Angebot an vielen regionalen Bio-Produkten besteht. Neben der freien Frühstücksauswahl als Buffet, kann man zusätzlich Eier-Variationen und frische Säfte wählen.

Besonders für jeden Genießer guten Essens: Die Lebensmittel kommen alle in Bio-Qualität direkt vom Markt in Dijon. In diesem Jahr lockt das Hotel zudem mit Speisen des französischem Jungkoch Kevin Roehrig. Dieser wird hier nicht nur die Gaumen der Gäste verzaubern, sondern auch Kochkurse mit seiner Erfahrung aus 3*Küchen geben.

Also bleibt nur die Frage: Frühstück in der bezaubernden Küche oder doch im Garten mit Blick auf die Weinberge?

Mit anderen Worten bietet das Les Deux Chèvres:
Ruhe, Essen, Wein und viele Besonderheiten die es zu entdecken gilt.

Für mehr Informationen: https://www.lesdeuxchevres.com.

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